Thermografie

Das Verfahren, mittels einer Wärmebildkamera (Thermografie-Kamera) Bilder zu erzeugen, nennt man Thermografie. Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, das die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (mittels Infrarot) eines Objektes oder Körpers sichtbar macht. Bei der Thermografie werden Temperaturverteilungen auf Flächen und Gegenstände erfasst und dargestellt. Dabei macht sich die Thermografie die Tatsache zunutze, dass alle Gegenstände in Umgebungen mit Temperaturen über dem absoluten Nullpunkt (-270 °C) Strahlen in Form elektromagnetischer Wellen aussenden (Wärmestrahlen). Diese werden durch die vom Körper produzierte Eigenwärme und durch von anderen Körpern reflektierende Wärmemengen verursacht. Diese Strahlen werden mit Hilfe einer Wärmebildkamera erfasst und auf einem Monitor als sichtbares Bild, dem Thermogramm, dargestellt. Die Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren, das heisst, es können auch weit entfernte Objekte abgebildet werden.

Bau-Thermografie

Da die Strahlungsintensität von der Temperatur des strahlenden Körpers abhängt, lassen sich den von der Kamera erfassten Signalen entsprechende Temperaturen zuordnen. Diese werden dann auf dem Thermogramm durch unterschiedliche Farben oder Grautöne sichtbar gemacht (z. B. hell entspricht "warm", dunkel entspricht "kalt"). Ein Fachmann ist nun in der Lage, diese Thermogramme richtig zu deuten und z. B. an Gebäuden sogenannte Wärmebrücken an Außenwänden zu erkennen und deren genaue Lage zu ermitteln. Somit können Schwachstellen oder Baumängel am Gebäude aufgespürt werden.

Thermografien von Gebäuden sind jedoch nicht das ganze Jahr möglich. Die beste Zeit ist von September bis April/Mai. Eine sichere und qualitativ hochwertige Untersuchung eines Gebäudes ist dann möglich, wenn es einen Temperaturunterschied zwischen Innen und Aussen von 10 Grad und mehr herrscht. Im Herbst und Frühjahr ist dies am Besten bei / vor Sonnenaufgang oder bei / nach Sonnenuntergang. Das Gebäude sollte vor der Messung mehrere Stunden vollständig beheizt und sämtlich Öffnungen (Fenster, Türen) geschlossen worden sein.

Weiterhin können beispielsweise Heiz- und Wasserleitungen in Wand und Boden verfolgt und Leckagen geortet werden, ohne die ganzen Wände aufstemmen zu müssen. Bei diesen Anwendungen kann man normalerweise das ganze Jahr über arbeiten.

Auf dem Markt tummeln sich einige Firmen, die solche Thermografien anbieten. Achten sie dabei darauf, dass die Aufnahmen nur unter den oben beschriebenen Bedingungen aufgezeichnet werden und der „Fachmann“ über eine entsprechende aufwendige Software verfügt, um diese Aufzeichnungen auswerten und nachträglich bearbeiten zu können. Die meisten können Ihnen nämlich nur Momentaufnahmen (Bilder) zeigen, aber keine richtige Auswertung anfertigen. Mit der richtigen Kamera und dazugehöriger Software kann man am Computer verschiedene Situationen nachträglich durchspielen ohne neue Aufnahmen machen zu müssen und somit eine richtige Auswertung anfertigen.

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