Heizungs-, Lüftungs- und Warmwasseranlagen

  • Eine Heizunganlage ist eine Einrichtung zur Erwärmung von Gebäuden oder Räumen.
  • Eine Lüftungsanlage ist eine Einrichtung um Gebäude oder Räume kontrolliert zu belüften und gegebenenfalls zu heizen.
  • Eine Warmwasseranlage ist eine Einrichtung in Gebäuden oder Räumen um Brauchwasser zu erwärmen. Oft geschieht dies in Verbindung mit der Heizungsanlage.

Über die Navigationsleiste können sie sich die gängigsten Anlagen aufrufen.

Bei Heizungsanlagen unterscheitet man folgende Typen:

  • Bivalente Heizung: Heizanlage für mehrere Brennstoffe
  • Einzelheizung: Sie hat den Zweck, die direkte Umgebung zu beheizen
  • Zentralheizung: Sie heizt über ein Wärmeübertragungsmedium ganze Gebäude oder Räume

 

Die Energiesparverordnung (EnEV) regelt die gesetzlichen Vorgaben beim Betrieb von Heizungsanlagen.

EnEV 2004

EnEV 2007

§ 13 Inbetriebnahme von Heizkesseln

  • (1) Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und deren Nennleistung mindestens vier Kilowatt und höchstens 400 Kilowatt beträgt, dürfen zum Zwecke der Inbetriebnahme in Gebäuden nur eingebaut oder aufgestellt werden, wenn sie mit der CE-Kennzeichnung nach § 5 Abs. 1 und 2 der Verordnung über das Inverkehrbringen von Heizkesseln und Geräten nach dem Bauproduktengesetz vom 28. April 1998 (BGBl. I S. 796) oder nach Artikel 7 Abs. 1 Satz 2 der Richtlinie 92/42/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 über die Wirkungsgrade von mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickten neuen Warmwasserheizkesseln (ABl. EG Nr. L 167 S. 17, L 195 S. 32), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 2005 (ABl. EU Nr. L 191 S. 29) geändert worden ist, versehen sind. Satz 1 gilt auch für Heizkessel, die aus Geräten zusammengefügt werden, soweit dabei die Parameter beachtet werden, die sich aus der den Geräten beiliegenden EG-Konformitätserklärung ergeben.
  • (2) Soweit Gebäude, deren Jahres-Primärenergiebedarf nicht nach § 3 Abs. 1 oder § 4 Abs. 1 begrenzt ist, mit Heizkesseln nach Absatz 1 ausgestattet werden, müssen diese Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sein. Ausgenommen sind bestehende Gebäude, die nach ihrem Verwendungszweck auf eine Innentemperatur von wenigstens 19 Grad Celsius und jährlich mehr als vier Monate beheizt werden, wenn der Jahres-Primärenergiebedarf den jeweiligen Höchstwert für Wohngebäude nach Anlage 1 Tabelle 1 und bei Nichtwohngebäuden den Wert des Referenzgebäudes um nicht mehr als 40 vom Hundert überschreitet.
  • (3) Absatz 1 ist nicht anzuwenden auf
    1. einzeln produzierte Heizkessel,
    2. Heizkessel, die für den Betrieb mit Brennstoffen ausgelegt sind, deren Eigenschaften von den marktüblichen flüssigen und gasförmigen Brennstoffen erheblich abweichen,
    3. Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung,
    4. Küchenherde und Geräte, die hauptsächlich zur Beheizung des Raumes, in dem sie eingebaut oder aufgestellt sind, ausgelegt sind, daneben aber auch Warmwasser für die Zentralheizung und für sonstige Gebrauchszwecke liefern,
    5. Geräte mit einer Nennleistung von weniger als sechs Kilowatt zur Versorgung eines Warmwasserspeichersystems mit Schwerkraftumlauf.
  • (4) Heizkessel, deren Nennleistung kleiner als vier Kilowatt oder größer als 400 Kilowatt ist, und Heizkessel nach Absatz 3 dürfen nur dann zum Zwecke der Inbetriebnahme in Gebäuden eingebaut oder aufgestellt werden, wenn sie nach anerkannten Regeln der Technik gegen Wärmeverluste gedämmt sind.

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