Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet. Ausstellung, Verwendung, Grundsätze und Grundlagen der Energieausweise werden in Deutschland in der Energiesparverordnung (EnEV) geregelt.

Ab wann brauchen Gebäude- oder Wohnungseigentümer einen Energieausweis?

Energieausweis

Energieausweis

Seit 1.  Januar 2009: Alle Wohngebäude

Seit 1. Juli 2009: Alle Nichtwohngebäude

Seit 1. Juli 2009: Aushangpflicht on öffentlichen Gebäuden mit mehr als 1000 qm Nutzfläche

Bei Immobilienanzeigen müssen seit 1. Mai 2014 verschiedene Angaben aus dem Energieausweis dargestellt werden. Jedem Kauf- oder Mietinteressent für eine Wohnung oder ein Haus muss der Energieausweis bei der Besichtigung durch den Verkäufer / Vermieter vorgelegt werden.

Für Baudenkmäler besteht eine Ausnahme: Keine Energieausweispflicht.

Energieausweise sollen einheitlich sein. Der Energieausweis enthält auf vier Seiten, die wesentlichen Gebäudedaten, das ‑Energielabel sowie leicht verständliche Vergleichswerte und Modernisierungsempfehlungen.

Quelle der Downloads: dena/BMVBS

 

Immer dann, wenn in einem Gebäude kostengünstige Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz möglich sind, muss der Energieausweis für das Gebäude individuelle Modernisierungsempfehlungen enthalten (5. Seite). Diese geben dem Gebäudeeigentümer erste wichtige Hinweise über Verbesserungsmöglichkeiten, ersetzen aber keine ausführliche Energieberatung.

Wie lange gilt ein Energieausweis?

Der Energieausweis hat 10 Jahre Gültigkeit. Nach 10 Jahren muss ein neuer Energieausweis erstellt werden. Werden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, die Auswirkungen auf die Energieeffizienz des Gebäudes haben, muss der Energieausweis nach der Sanierung neu ausgestellt werden.

Wozu dient ein Energieausweis?

Durch die Einführung eines Energieausweises sollen Gebäude in Bezug auf ihre Energieeffizienz vergleichbar  gemacht werden. Mietern, potenziellen Käufern und Hausbesitzern soll so eine konkrete Entscheidungshilfe geboten werden und Anreize für sinnvolle Investitionen in Maßnahmen zur Energieeinsparung sollen geschaffen werden.


Leider ist durch die Einführung von zwei unterschiedlichen Verfahren (verbrauchs- oder bedarfsorientierter Energieausweis) von der Vergleichbarkeit von Gebäuden nicht viel übrig geblieben und somit die Aussagekraft von Energieausweisen sehr kritisch zu sehen.

Wovon hängt die Höhe des Energieverbrauchs eines Gebäudes ab?

Nur vom Nutzerverhalten!

Wovon hängt der Energiebedarf eines Gebäudes ab?

  • Beheiztes Gebäudevolumen
  • Bauteilflächen von Fenstern, Außenwänden, Dächern, Kellerdecken, Wänden und Decken zu unbeheizten Räumen
  • Qualität der Heizungsanlage
  • Baumaterialien und Konstruktionsaufbauten der Bauteile
  • Luftwechsel im Gebäude
  • Gewinn durch solare Einstrahlung
Wie man aus den Fragen erkennen kann, ist nur der bedarfsorientierte Energieausweis geeignet, verschiedene Gebäude miteinander zu vergleichen, da die Vergleichswerte (Primär- und Endenergiebedarf) auf den gleichen Berechnungsgrundlagen beruhen.

Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis?

Bis einschliesslich 30. September 2008 bestand für Wohngebäude eine uneingeschränkte Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Verfahren.

Für Wohngebäude ab fünf Wohnungen und Nichtwohngebäude bleibt die Wahlfreiheit bestehen.

Für Wohngebäude bis zu 4 Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 1.11.1977 gestellt wurde, sind ab dem 1. Oktober 2008 nur noch Bedarfsausweise zulässig. Ausnahmen bestehen, wenn beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung mindestens das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung von 1977 erreicht wird.

Für Neubauten sind bereits seit 2002 Bedarfsausweise vorgeschrieben.

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